Im November Standen außerdem die großen Abschlussprüfungen für die Schüler der 8 Klasse an.
Diese Abschlussprüfungen heißen hier KCPE und stehen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.
Die KCPE erfolgten vom 9 bis 11.11, in dieser Zeit hatten wir auch frei.
Niemand hatte die Erlaubnis das Schulgelände während dieser Woche zu betreten, die Polizei war sogar anwesend und hat die Schüler bis auf die Unterwäsche durchsucht.
Das Schulsystem ist hier etwas anders aufgebaut.
Die Primaryschool ist von Klasse 1-8, dann folgt das KCPE und anschließend geht es zur High School.
Alles begann am 7.11 mit dem Prayersday, wo die ganzen Verwanten von den Kindern der 8 Klasse kamen, um ihnen nochmal Mut zuzusprechen.
Allerdings saß ich glaub ich noch nie so lange in der Kirche, geschlagene 7 Stunden...
Es wurde viel gebetet, gesungen und getanzt.
Einige der gehörlosen Kinder haben auch ein Gedicht und einen Tanz aufgefürht... das zu sehen ist immer sehr lustig :-)
Am Dienstag den 9.11 ging es los mit Mathe und Englisch Composition, am Mittwoch ging es wieter mit Science und Kisuahili Composition und am Donnertsag Social Studies und C.R.E.
Dieses Mal gab es auch das erste Mal KCPE in Gebärdensprache, was uns besonders freute, da unser Freund Peter so die Chance hatte, die gleichen Leistungen wie die anderen Schüler zu bringen.
Am Donnerstag musste das ganze dann ja auch noch gefeiert werden.
Zum Anlass des Tages wurde eine Ziege für die 8 Klasse geschlachtet...bei der Aktion durften Ann-Ki und ich natürlich auch nicht fehlen.
Für Ann-Kathrin war der beste Moment natürlich, nachdem das Fell abgezogen wurde und der Bauch aufgeschnitten wurde, da hat sie sich gleich wi im OP gefühlt ;-)
In der Klasse sind auch einige Maasaikinder, die es gewöhnt sind Blut zu trinken und die Organe roh zu Essen.
Eins kann ich nun sagen....Blut schmeckt nicht so toll :-P
Der Höhepunkt war dann aber doch noch als die Hoden der Ziege aufgespießt wurden und kurz über Feuer gebrutzelt wurden, damit sie anschließend genüsslich verspeißt werden konnten.
Am Abend saßen wir dann alle zusammen, haben gegessen getrunken und getanzt.
Das ganze war aber doch auch schon etwas traurig, da wir ja wussten, das die meisten uns in den nächsten Tagen für immer verlassen würden.
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