Angekommen im Juni und nur noch 2 Monate.
Das ist auch der Grund warum wir jetzt jedes Wochenende volles Programm haben, denn wir müssen ja noch einiges sehen ;-)
Also fang ich mal wieder bei dem Anfang des Monats an.
Unsere Arbeit fängt an Früchte zu tragen, denn unser Besuch bei der Coca-Cola Company hat großen Erfolg gezeigt.
Zum einen möchte der Manager uns besuchen kommen um dann eins der Projekte zu sponsern und zum anderen hat er uns einen Pick-up mit Getränken für alle Kinder geschickt.
Die Kinder haben sich natürlich riesig gefreut, dass sie alle 2 Flaschen bekommen haben.
Ann-Kathrin und ich haben uns natürlich auch gefreut, dass wir etwas für die Kinder organisieren konnten.
In den nächsten Tagen sind wir beide dann mal bei uns auf den Berg gestiegen um ein paar Erinnerungsfotos zu machen. Dazu muss ich aber glaube ich nicht so viel zu sagen ;-)
In der nächsten Woche habe ich dann versucht das Problem eines Schülers aus dem Weg zu räumen. Denn dieser stiehlt fast täglich Mais von unserer Farm, was unsere Direktoren nicht gerade glücklich macht. Vincent hat sogar schon Mais in seiner Unterhose versteckt, worauf hin unser Gastvater ihn ins Krankenhaus fahren wollte, weil er dachte er wäre krank.
Also sind Vincent und ich dann mit Hacke und Eimer in den Garten gegangen, um ihn ein eigenes Maisfeld zu bauen. Ich habe eine gute Stunde gebraucht um die Erde mit der Hacke einigermaßen gebrauchsfähig zu machen.
Anschließend haben wir dann die Maissamen zusammen eingesät und gewässert.
Seit diesem Tag, hat er auch keinen Mais mehr von unserer Farm genommen, was doch ein sehr gutes Zeichen ist.
Am 4.06. kam uns, dank erneuter Spenden von Ann-Kathrins Kirche, die Zahnärztin aus Kiserian besuchen um die Zähne aller Kinder zu untersuchen und das richtige Putzen zu erklären.
Alle Kinder wurden nun in ihre Kartei aufgenommen und haben von Ann-Ki und mir noch eine Zahnbürste und Zahnpasta bekommen, da bei weitem nicht alle Kinder eine Zahnbürste hatten.
Von unseren 84 Kindern müssen 51 Kinder zur Behandlung in ihre Praxis kommen.
Daher gehen wir jeden Donnerstag mit 6-8 Kindern nach Kiserian, damit die Zähne, die schon ganz abgefressen sind entfernt werden können und mit kleinen Löchern gereinigt und gefüllt werden können.
Nebenbei machen wir jetzt auch den Maasaischmuck der eigentlich überall verkauft wird selber, da Ann-Kathrin dies von einer Maasaifamilie gelernt hat.
Und für unsere Arbeit müssen wir auch andere große Schulen in Nairobi besuchen, unter anderem eine Schule die mich etwas an Harry Potter erinnert hat und ich sie deshalb erwähnen wollte :-)
In dieser Schule sind nur die Kinder der Oberschicht und im Copmputerraum stehen auch nur PCs von Apple ;-)
Am 11.09. war dann mal wieder ein Besuchertag, unser letzter hier in Tania.
An diesem Tag ist es ja üblich das die Eltern kommen um ihr Kinder zu besuchen und mit ihnen zu essen.
Für die Heimkinder wurde dieses Mal schon um 5 Uhr morgens angefangen zu kochen.
Es gab sooooo viel essen, dass war echt schön, weil die Kinder sich mal satt essen konnten.
Für die Chapatis wurden 24 Kg Mehl benutz, daher kam auch eine riesen Menge raus.
Außerdem gab es Fleisch, Reis und Kohl.
Als Bonus kam dieses Mal noch eine befreundete Familie unserer Gasteltern, die ebenfalls einen Haufen Essen für die Kinder brachten, so dass der erste Teller der Kinder mit diesem Essen gefüllt werden konnte, bevor der zweite dann aus unserer Küche kam.
Der Tag war wirklich sehr gelungen, aber auch etwas traurig, da wir uns von einigen Familien schon verabschieden mussten.
An dem anschließenden Montag sind wir beide mit zwei Kindern den ganzen Tag im Kenyatta Hospital in Nairobi gewesen.
David hatte schon seit einem guten Monat einen Hautausschlag am Hals und im Gesicht, der immer Schlimmer wurde und Joschua hat schon so lange wir ihn kennen rote, tränende Augen.
Also haben wir uns entschlossen sie für eine richtige Behandlung in ein großes Krankenhaus zu bringen, wo es auch Spezialisten für die Augen und die Haut gibt.
Allerdings ist es im Kenyatta immer tierisch voll, daher sind wir dann zu den privaten Ärzten gegangen, was zwar teurer ist, aber schneller sind.
Naja was man hier als schnell sieht... wir waren trotzdem noch von ca.11 bis 17 Uhr dort, bevor es wieder nach Hause ging.
Die Ergebnisse sind aber sehr gut, denn beide haben nur eine Allergie die gut behandelt werden konnte.
Am 17.06. haben wir die Familie eines Freundes besucht, die in einem kleinen Dorf, Kambu, auf dem Weg nach Mombasa liegt.
Vorher hat Joseph noch von seiner Mutter eine riesen Ladung an Gemüse mitgebracht, da in ihrem Garten alles gedeiht.
Im Gegensatz dazu ist das Land der Familie, die wir besucht haben sehr trocken und es hat dieses Jahr noch nicht besucht.
Also wollten wir vor allem der Mutter eine Freude machen, und haben Kohl, Tomaten, Bananen. Avocados, Mehl und Zucker mitgebracht, wofür sie natürlich sehr dankbar war.
Die Avocados aus dem Garten von Josephs Mutter sind dazu noch total riesig, wie man auf dem Bild auch sehen kann.
Die Fahrt dauert um die 4 Stunden bei denen einem nicht langweilig wird, denn die Landschaft ist sehr schön und wir haben sogar Giraffen gesehen. Außerdem hält der Bus in jedem kleinen Dorf um Leute ein und aus zu laden. Das Gepäck wird dann auf dem Dach verschnürt. Angefangen bei Toiletten, Sesseln und Öfen bis hin zu Ziegen und Motorrädern.
Es war sehr interessant mit was für Techniken die Sachen aufs Dach gehoben werden und wie schnell sie verschnürt sind.
Allerdings ist diese Transportmethode nichts für zu große Tierfreunde, denn mit den Tieren wird nicht zu zimperlich umgegangen.
Das gleiche gilt für die Tansportmethode der Hühner, wie man schön auf dem Foto sehen kann ;-)
In Kambu angekommen legten wir erstmal unsere Sachen in einem Hostel ab, das total schön und günstig war. Anschließend sind wir dann mit den Nahrungsmitteln zu der Familie gelaufen und haben auf dem Weg eine mini Babykatze gefunden :-) Die Familie lebt in kleinen Lehmhütten, die total niedlich sind.
Nachdem wir mit der Familie dann zu Abend gegessen haben, sind wir wieder zu unserem Hostel, da die Fahrt doch schon sehr anstrengend war, außerdem ist es dort auch recht heiß im Gegensatz zu unserem Heim in Tania.
Am nächsten morgen sind wir mit dem Fahrrad zu einem Markt gefahren, auf dem Ziegen, Hühner, Schafe, Kühe und vor allem Bullen verkauft werden. Es gibt sogar einen Käfig, der um einen riesigen Baum gebaut wurde, die es in Massen in Kambu gibt. In diesen sperren die Besitzer ihre Bullen. Was mich nur etwas beunruhigt hat, war dass auch Bullen einfach frei über den Markt gelaufen sind...
Zum Mittagessen waren wir in einem Restaurant, das riesen Chapatis herstellt.
Nach einem ist man schon richtig satt und er kostet umgerechnet vielleicht gerade mal 15 Cent.
Für Ann-Ki gab es dann noch ein Ei in ihrem Chapati, während wir anderen noch eine Fleischsuppe bestellt haben.
Zum Abendessen waren wir dann wieder zurück und hatten Besuch von einem riesen Tausendfüßler...
In Kambu merkt man richtig die Jahreszeit Herbst, die Blätter fallen von den Bäumen und nichts ist mehr grün. Nur mit dem Unterschied, dass es immer noch warm ist.
Am Sonntag sind wir dann auch um 13 Uhr wieder nach Nairobi aufgebrochen, da wir ja am Montag wieder arbeiten mussten.
Also nochmal die kleinen Ziegen gedrückt und sich von der Familie verabschiedet.
Auf dem Heimweg habe ich dann noch Bananen gekauft, ÜBERRASCHUNG... :-) Siamesische Zwillinge.