Donnerstag, 11. November 2010

11.10.2010
Montag Morgen in Kenia...
… und mal wieder gute Laune.
Allerdings ging es Ann-Ki nicht so gut, so dass wir nach dem Mittagessen mal wieder ins Krankenhaus gefahren sind.
Bei ihr wurde dann auch direkt ein Malariatest gemacht der ebenfalls zeigte, dass sie Malaria hat.
Also auch für sie viele Tabletten und Müdigkeit für die nächsten Tage.




09.10.2010
Heute sollte ein toller Tag werden.
Schon Morgens sind wir beide mit guter Laune aufgewacht auch wenn es zu Anfangs kein Wasser zum duschen gab. Nach einiger Zeit kam das Wasser dann aber doch...
Das Wetter wurde auch immer besser und wir konnten sogar in T-shirt und Rock raus gehen.
Vor dem Office hier wurden ganz viele Stühle aufgestellt für alle Kinder.
Wenn die Eltern, bzw meistens nur die Mutter kam, wurde das Kind ausgerufen und zur Schule gebracht.
Dort wurde dann zusammen gegessen und geredet.
Die Kinder die keinen Besuch bekamen, haben vor dem Office Reis,Salat,Fleisch und Chapatis bekommen.
Ann-Ki und ich sollten dann die Familien an der Schule begrüßen, was wir dann auch getan haben.
Von den meisten Familien haben wir dann auch noch was zu essen angeboten bekommen, was man nicht ablehnen kann.
Von der einen Familie haben wir gleich nen ganzen Teller bekommen, wo auch ein Stück Hühnerbrust bei war. Da Ann-Kathrin kein Fleisch ist, durfte ich dass dann in die Hand nehmen und essen :-D war aber sehr gut...
Nachdem wir mit der Begrüßungsrunde fertig waren gesellten wir uns dann zu den Kindern vor dem Office,wo es dann nochmal einen Teller mit Essen gab.
Einiger der Kinder waren echt traurig, dass sie keinen Besuch bekamen.
Um ca. 20.45 Uhr sind wir dann los gegangen zum Corner Baridi, da unser Taxi um 9 Uhr uns abholen wollte.
Denn unser Tag sollte ja noch nicht zu ende sein.
Zusammen mit den Arbeitern aus Tania sind wir mit dem Taxi nach Kiserian gefahren.
Dort sind wir dann durch eine sehr unscheinbare Tür direkt neben der Fleischerei durch einen langen Flur gegangen.
Am Ende sind wir dann in einem Club gelandet, der um diese Uhrzeit noch sehr leer war.
Wir sind dann zusammen in den Zweiten Stock gegangen um uns gemütlich hin zu setzten.
Nach einiger Zeit bin ich dann mit ein paar Freunden, ich mag sie nicht länger Arbeiter nennen, wieder nach unten gegangen weil wir tanzen wollten.
Ich habe mich etwas gefühlt wie im Zoo, da ich von allen Seiten angestarrt wurde.
War aber trotzdem sehr witzig und ich hatte auch genug Leute, die auf mich aufgepasst haben.
An diesem Abend ging es dann auch das erste Mal auf die typische Toilette hier.
Ein Loch im Boden genügt ja auch ;-)
Aber Übung mach ja bekanntlich den Meister...
Je später es dann allerdings wurde umso aufdringlicher wurden dann einige Gäste des Clubs.
Irgendwann sind wir dann wieder hoch gegangen und mir wurde erklärt, dass einige Leute hier in Kiserian noch nie einen Weißen gesehen haben.
Zurück ging es dann auch wieder mit dem Taxi und der Abend mit Getränken und Fahrten hat mich 5 € gekostet...

08.10.2010
Heute ging es los mit den großen Vorbereitungen für den Visiterday.
An diesem Tag besuchen die Eltern, die nicht zu weit weg wohnen ihre Kinder für einen Tag.
Allerdings haben viele Kinder auch keine Eltern mehr oder die Kinder können es sich einfach nicht leisten.
Ann-Ki, eine Arbeiterin und ich sind dann am Vormittag nach Kiserian auf den Markt gefahren um Lebensmittel einzukaufen.
Denn die Eltern bringen für ihre Kinder was zuessen mit, damit sie zusammen essen können.
Die Kinder die keinen Besuch bekommen, kriegen aber natürlich auch was besonderes zu Essen und das war unsere Aufgabe.
Wir kauften Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln und Kohl.Das war schon eine ganz schöne Schlepperei, da wir natürlich ganz schöne Mengen einkaufen mussten.Zusätzlich ging es noch in den Supermarkt.
Die Arbeiterin ist dann nicht mal mit uns zurück gefahren, weil sie ihre Haare nei machen lassen wollte.
Also wir beide mit 4 Sacken und einigen Tüten in den Matatu :-D
Das war echt ne Aktion, zum Glück haben dann KamKam, der sich um die Pflanzen kümmert und Kalethi am Corner auf uns gewartet, da wir nicht alle Sachen tragen konnten.
Die Mädchen waren in Tania schon damit beschäftigt ihre Haare aufzumachen und zu föhnen, was bei einigen echt lustig aussah, weil sie einen Afro hatten.
Am Abend ging es dann nach dem Essen ab in die Küche.Wir haben fleißig Kartoffeln und Möhren geschält und die anderen haben angefangen Chapati zu machen.
Wir kochten in der Küche, wo das essen für die Kinder gekocht wurde.
In dieser Küche wird über dem offenen Feuer gekocht und dem entsprechend stickig und rauchig war es auch.
Nach einiger Zeit war Ann-Ki so müde, dass sie schon mal ins Bett gegangen ist.
In der Küche war es noch total lustig, da wir Musik gehört haben und die Kenianer nicht gerade schüchtern sind wenn es um Tanzen geht ;-)
Um ca. halb 1 waren wir dann mit den Vorbereitungen fertig und ich konnte endlich ins Bett...

06.10.2010
Beim alltäglichen Assembly wurden heute die Ergebnisse von den Examen vorgelesen.
Jeden Morgen vor der Schule ist Assembly, d.h. die kenianische Flagge wird gehisst und und Nationalhymne wird gesungen.Danach begrüßt der Direktor die Schüler und die Lehrer und alle Lehrer können sagen, was für den Tag ansteht.
Heute wurden dann eben noch zusätzlich die Ergebnisse vorgelesen, wobei immer die 3 Besten einer Klasse nach vorne durften.
Was uns besonders gefreut hat, war das einer aus der 8 Klasse, also der Abschlussklasse, der beste Schüler der Schule war.
Denn er ist ein super netter Junge, mit einem traurigen Vergangenheit.Er selber nennt sich TJ Cool from Kenya ;-)
Am Nachmittag ist meine Klasse mit der Special Class spazieren gegangen, was sehr entspanndend war.

04.10.2010
Für diesen Tag haben wir uns vorgenommen mal andere Klassen anzuschauen.
So ging ich in die Special Class und Ann-Ki in Klasse 1 und 3, die zusammen unterrichtet werden.
Mir hat es echt gut gefallen, mal mit anderen Kindern und einem anderen Lehrer zu Arbeiten.
Die Zeit in der Special Class ging auch super schnell rum, da man viel Arbeit hat.
In der Special Class sind 12 Kinder, die alle andere Bedürfnisse haben.
4 Kinder sind eigentlich in der Baby Class, da es aber nicht genug Lehrer gibt, wurden die Klasse zusammen gelegt.
Die anderen Kinder sind teilweise gehörlos oder haben andere Behinderungen.
Aus diesen Grund muss man für jedes Kind andere Aufgaben in die Hefte schreiben, da es sehr unterschiedliche Lernstadien gibt.
Am Nachmittag sind Joseph, Ann-Ki und ich dann mit den Kindern der Special Class spazieren gegangen, was das alltägliche Ritual für diese Klasse ist.
Am späten Nachmittag sind 2 Arbeiterinnen, mit denen wir uns gut verstehen, aus Mombasa wieder gekommen.Dort haben sie Seminare für Ärzte gegeben, die die Gebärdensprache lernen wollen.
Aus diesem Grund haben Joseph, Ann-Ki und ich dann abends Ugali mit Ei, Tomaten und Möhren bei Sabina, der einen Arbeiterin, gekocht.




03.10.2010
Sonntag, mal wieder ein total entspannter Tag.
Da alle Kinder in der Kirche sind, konnten wir länger schlafen.
Nach dem Frühstück habe ich dann Joseph die Haare geschnitten :-)
Zum Mittag haben wir uns dann Kideri, Mais mit roten Bohnen, gekocht, was echt sehr gut ist...
Nachdem wir uns satt gegessen hatten sind wir mal wieder wandern gegangen.
Dieses Mal sind wir mit Joseph, Peter, Moses, der sich um die Kühe kümmert, und Kalethi, der für die Kinder kocht, los gezogen.
Auf unserer mehrstündigen Tour haben wir dann auch einen total schönen Ort gefunden, der einer kleinen Oase gleicht.
Nach dieser Tour waren wir alle mal wieder total und ich wollten nur noch ins Bett.
Allerdings warteten auf mich noch einige Examen, bei denen ich aber nette Unterstützung bekam, sodass wir in einer ¾ Stunde fertig waren.

02.10.2010
Mal wieder Wochenende :-)
Ann-Ki ist mal wieder den ganzen Tag in der Kirche, wie jeden Samstag und für mich war mal wieder putz und wasch Tag.
Am Abend gab es für die Kinder dann Entertainment in der Kirche.
Bestimmt 80 Kinder saßen vor dem Bildschirm von Ann-Ki´s Lap Top und haben White Chicks geguckt.
Um halb 10 mussten dann alle Kinder ins Bett und wir beide wollten dann noch mit den Arbeitern einen anderen Film gucken.
Dazu sind wir dann mit 9 Leuten in Josephs kleine Wellblechhütte gegangen...
Die Männer wollten natürlich nen Actionfilm gucken und die Wahl viel auf einen Film mit Arnold Schwarzenegger :-D
Es war schön zu sehen wie glücklich man die Menschen hier mit einem Film machen kann :-)

01.10.2010
Heute war endlich der letzte Tag von den Examen. Eigentlich stand Social Studies an aber zur Überraschung hatte meine Klasse das schon am vorherigen Nachmittag gemacht, was für mich natürlich hier keine Arbeit.
Ich habe dann mit meinen Schülern gemalt, was sie natürlich super fanden.
Nach 2 Stunden war die Schule auch aus und alle Kinder durften relaxen und spielen, wie immer am letzten Tag der Examen.
Am Abend haben wir dann Scrubs geschaut ;-)



30.09.2010
Heute war es zum Glück wieder etwas wärmer, was ganz angenehm war.
Doch die Examen gingen weiter mit Kiswahili und Science.
Science ist hier von den meisten Kindern nicht so beliebt, weil die Examen immer ziemlich schwer sind.
Bei Kiswahili konnte ich meiner Klasse nicht helfen, so habe ich dann mit dem Lehrer der Special Class die Klassen getauscht.
So war ich dann den Nachmittag über mit Ann-Ki in einer Klasse.
Nach der Schule wollten wir dann nach den Babys von unseren großen Hunden suchen, haben dann aber eine traurige Entdeckung gemacht.Wir haben nur noch 5 tote Hundebabys gefunden :-( und waren froh, dass wir Lilly gefunden haben.
Am Abend kam dann ein kleiner Junge mit einer riesen Wunde am Arm, den Ann-Ki dann erstmal verarztet hat, denn er läuft schon seit über einer Woche damit rum.
Zum essen gab es mal wieder Chapati jam jam....

29.09.2010
Heute standen dann endlich die Examen in Mathe, Englisch und Lesen an und außerdem war es wohl auch mit der kälteste Tag, so dass man glatt mit Mütze und Schal rumlaufen konnte.
Für Mathe und Englisch hatten die Kinder am Vormittag jeweils 2 Stunden Zeit, was für die Menge der Aufgaben echt viel war.
Allerdings muss man meinen Schülern einige Wörter erst noch erklären, damit sie die Aufgaben erstmal verstehen.
Dies ist immer sehr aufwendig und nimmt viel Zeit in Anspruch.
Am Nachmittag hatten wir dann 40 Minuten Zeit fürs Lesen, was für meine Klasse auf keinen Fall ausreichte, da jeder einzeln nach draußen musste, um die Wörter und Sätze in Gebärdensprache zu Lesen.
Statt 40 Minuten brauchten wir dann fast 2 Stunden.
Anschließend war ich auch total müde und habe mich erstmal für 2 Stunden ins Bett gelegt.
Doch mein Tag war noch lange nicht zu ende, denn nach dem Abendessen musste ich meine Examen schon mal korrigieren was auch nochmal einige Zeit gedauert hat
28.09.2010
An diesem Morgen war ich so müde von den Tabletten, dass ich nicht zur Schule gegangen bin.
Allerdings habe ich mich ziemlich gelangweilt nachdem ich ausgeschlafen habe.
In der Pause kam Ann-Ki mich dann besuchen und hat mir einen ganz süßen Brief von unseren kleinsten gebracht.
Am Nachmittag bin ich dann auch wieder zur Schule gegangen.
Dort hatten wir dann das erste Mal für die Lehrer Gebärdenunterricht, denn viele von den Lehrern hier können nicht mehr als wir und das ist natürlich keine gute Voraussetzung gehörlose Kinder zu unterrichten.
Die Kinder waren alle total aufgedreht, weil morgen die Examen starten.
Nach der Schule haben wir dann noch festgestellt, dass wir Babyscheine bekommen haben :-)
Am Abend hat unser Gastbruder Eric uns endlich unseren Internet Stick mitgebracht, der aber natürlich, wie kann es auch anders sein, nicht funktionierte.
Hier dauert ja eh alles länger, aber mittlerweile haben wir uns schon daran gewöhnt zu warten.

27.09.2010
An diesem Tag fühlte ich mich immer noch nicht wirklich fit.
Aus diesem Grund sind Ann-Ki, die Schwester unserer Gastmutter und ich dann gegen halb 3 ins Krankenhaus gefahren.
Das Krankenhaus hier in Kiserian ist echt sehr süß.
Es ist sehr klein und mit deutschen Verhältnissen doch eher mit einem normalen Arzt zu vergleichen.
Die Schwestern sind super freundlich zu uns und erklären alles ganz genau.
Naja angekommen im Krankenhaus wurde bei mir dann recht schnell der Malaria Test gemacht.
Kleiner Stich in den Finger und das wars auch eigentlich schon.
Nach einigen Minuten dann gabs auch schon das Ergebnis – MALARIA.
Aber als kleine Info, es gibt 2 Arten von Malaria.
Einmal mit sehr hohem Fieber und einmal ohne erhöhte Temperatur.
Ich hatte die ohne Fieber und man fühlt sich einfach nur als hätte man eine Erkältung.
Gegen mein Malaria hab ich dann Tabletten bekommen die ich 3 Tage nehmen musste.
Morgens 4 und abends 5 Tabletten ;-)
Der Nachteil von diesen Tabletten ist, das man sehr müde ist und viel schläft...kann aber ja auch mal nicht schaden.
Außerdem war heute der erste Schultag, an dem ich nicht mehr alleine in meiner Klasse unterrichten musste.
Die neue Lehrerin Flora war allerdings auch gehörlos, sie kann aber Lippenlesen und sie kann etwas sprechen.

24.09.2010
Für heute war großes geplant.
Wir sind früh aufgestanden, da wir mit unserem Gastvater nach Nairobi fahren wollten.
Natürlich sind wir nicht pünktlich losgekommen ;-)
Nach einiger Zeit sind wir dann aber doch in Nairobi angekommen.
Wir wollten Maret, Daniel, Elias, Lukas und Martina, auch Freiwillige in ihrem Haus besuchen.
Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, sind wir mit Elias in die Stadt um endlich mal wieder europäisch zu essen.
Für uns gab es dann natürlich mal Fast Food, was uns echt mal gut tat anschließend sind wir noch in einen großen Supermarkt, in dem es sogar Milka Schockolode gibt.
An diesem Tag haben wir auch eigentlich nichts gemacht außer gegessen.
Denn am Abend haben wir alle zusammen gekocht und noch etwas geredet, das war dann schon unser Tag in Nairobi :-D
Am nächsten Morgen dem 25.09.2010 haben wir dann alle zusammen gefrühstückt, weil wir beide ach nicht so spät zurückfahren wollten.
Auf dem Weg nach Corner Baridi mussten wir 2 Mal umsteigen und da die Straßen so voll waren haben wir auch gute 2 Stunden gebraucht.
Diese Strecke hat aber nur ca. 1 € gekostet ;-)
Als wir in Tania ankamen, fühlten wir uns gleich wieder heimisch und die frische Luft war auch sehr angenehm.
An diesem Wochenende haben wir festgestellt, dass wir froh sind auf dem Land zu wohnen, auch wenn Nairobi gut fürs Wochenende ist.
Nach dem Mittagessen haben wir uns dann gegenseitig die Haare geschnitten, da lange Haare hier nicht gut zum waschen sind.
Anschließend war „Kino“ angesagt.
Alle Kinder saßen in der Kirche und haben erwartungsvoll auf den Laptop gewartet :-D
Da es mir nicht so gut ging hab ich mich aber lieber hingelegt, da wir zum Abendessen auch noch mit der ganzen Familie zu der Schwester unserer Gastmutter eingeladen wurden, die hier um die Ecke wohnt.


23.09.2010
Als ich an diesem Morgen aufgewacht bin habe ich mich nicht gut gefühlt.
Ich fühlte mich schlapp und mein Hals tat weh.
Die Schule war darum doppelt so anstrengend wie sonst, vorallem sind in der nächsten Woche schon Examen und darum hoffe ich das meine Klasse nicht zu schlecht abschneidet.
Am Nachmittag bin ich dann mal zu den Kühen gegangen, weil ein neues Kälbchen in der letzten Nacht geboren wurde, voll süß.
Moses und ich haben dann das neue Kälbchen und 2 weitere mit Milch gefüttert und die Schmatzgeräusche sind echt total putzig.
Ann-Ki hat in der Zwischenzeit einen Apfelkuchen gebacken, was Peter,Joseph und mich natürlich sehr erfreut hat.



22.09.2010
Heute war keine Schule, worüber sich alle Schüler und Lehrer gefreut haben.
Grund dafür war, wie schon gesagt der anstehende Ausflug ins Mamba Village.
Die letzten Vorbereitungen dafür starteten schon um 4 Uhr, dadurch konnten wir nicht besonders gut schlafen, da es doch sehr laut war.
Um halb 9 kam dann der als so groß beschriebene Bus.
Der Bus hatte ca. 70 Sitzplätze und das für 170 Leute...das sollte ein Spaß werden.
Auf 3 Plätzen saß man so zu 6 oder 7 Personen.
Für uns jedoch gar kein Problem da wir uns schon gut an das Leben hier gewöhnt haben und schon echt gelassen geworden sind.
Zuerst ging es dann zum Mamba Village Krokodile und Giraffen gucken und anschließend esse.
Von dort aus ging es in zu Bomas of Kenya wo man die traditionellen Häuser der verschiedenen Stämme sehen konnte.
Nach der Besichtigung haben wir uns alle auf eine Wiese gesetzt und gegessen.
Für alle gab es Reis mit Fleisch und Salat.
Aus dem Gebüsch haben uns dann sogar ein Warzenschwein und einige Paviane beobachtet ;-)
Nach dem Essen gab es für alle noch ein Eis und dann ging es auch schon wieder nach Hause.
Die kleinen Kinder sind dann schon auf dem Schoß glücklich eingeschlafen.
Am Abend sind wir dann zufrieden ins Bett gefallen.

21.09.2010
Der heutige Tag war echt ne Herausforderung, da mir die Kinder echt auf der Nase herumgetanzt sind.
Das liegt daran das wir morgen einen Ausflug mit der ganzen Schule machen wollen, gesponsert von der ersten Freiwilligen in diesen Projekt, die auch für ein paar Tage hier ist.
Am späten Nachmittag haben Ann-Ki ein paar Mädchen und ich dann angefangen Gurken, Tomaten, Zwiebeln und und und zu schneiden, denn für den nächsten Tag brauchten wir ja Essen für 170 Leute.Diese Arbeit hat dann auch bis in den Abend gedauert...
Nach dem Abendessen habe ich dann meine Haare aufgemacht, ich hab nicht mal ne Woche ausgehalten, aber meine Kopfhaut tat echt unglaublich weh und war am jucken.

20.09.2010
Unsere Gastmutter ist zur Zeit sehr damit beschäftigt eine andere Lehrerin für meine Klasse zu finden, da sie weiß das ich mich noch nicht so gut mit den Kindern verständigen kann, gerade wenn es darum geht neue Sachen zu erklären.
Diese Lehrerin sollte allerdings auch gehörlos sein und ich hab nur gedacht.... na toll das fehlt auch noch.... :-D
Heute hat es auch das erste mal richtig geregnet oder geschüttet und das bestimmt ne halbe Stunde.
Als es anfing war ich gerade beim melken, als es dann aufgehört hat zu regnen, hatte ich einen sehr matchigen Weg vor mir und ich musste aufpassen, dass ich nicht ausrutsche.
Ich hatte auch Glück, dass ich mir vorher schon Gummistiefel angezogen habe, denn ohne die kann man hier nach einem Regen nicht raus gehen.

17.09.2010
Heute ahnte ich schon das es wieder anstrengend in der Klasse werden sollte, da die Kinder schon mit den Gedanken im Wochenende waren.
Daher habe ich sie dann mit ein paar Keksen erpresst, da ich die kleinen ja auch auf das anstehende Examen richtig vorbereiten muss.
Mein Plan ist auch ganz gut aufgegangen, alle haben gut mitgearbeitet.
Am Abend hatten wir uns mit einer Lehrerinh zum Haare machen verabredet.
Als wir dann bei ihrer Wohnung waren haben es dann doch nur Kinder gemacht.
Wir saßen bestimmt 1 ½ Stunden da und waren trotzdem noch nicht fertig.
Ann-Ki war von ihren Haaren so geschockt, dass sie direkt wieder aufgemacht hat.
Meine Haare wurden dann nach dem Essen fertig geflochten.
Die Frauen hier mit gelochtenen Haaren waschen ihre Haare nicht und haben die Haare teilweise 2 Monate so.
Von daher war ich mal gespannt wie das bei mir ablaufen würde.

14.09.2010
Heute haben wir das erste Mal Stromausfall erlebt, zum Glück am Nachmittag.
D.h. hier kein Wasser und vorallem kein warmes.
Außerdem haben wir heute auch das erste Mal Ugali mit den Fingern gegessen.

13.09.2010
Wuhu Geburtstag.
Nach dem Aufstehen habe ich erstmal ein Ständchen von Joseph und Ann-Ki bekommen was schonmal voll süß war.
Von Ann-Ki habe ich Kuchen und ein lilanes Masaaituch bekommen, was ich vorher auf dem Markt schon gut fand.
Ab heute war ich auch das erste Mal alleine und dann gleich für 2 Wochen alleine in meiner Klasse, was natürlich total die Herausforderung ist.
Zum Glück hatte ich zwischendurch ein wenig Unterstützung von Casper, dem Lehrer der special class.
Am Abend habe ich dann von unseren Gasteltern noch einen dicken Kuchen mit cm dickem Zuckerguss bekommen, den wir dann auch gleich zusammen gegessen haben.
Später kamen dann, wie kann es auch anders sein, Jospeh und Peter noch zu uns.
Von Peter gab es dann auch nochmal ein Ständchen in Gebärdensprache ;-)
Von den beiden habe ich auch noch ein paar Kleinigkeiten bekommen, unter anderen ein Nairobi Fly (das ist ein kleiner Käfer der aber eine riesen Brandwunde verursachen kann) im Glas.
Wir saßen an diesem Abend noch bis halb 12 zusammen und die beiden haben noch etwas für uns getanzt was hier jeder gerne macht :-D

12.09.2010
Heute stand wieder wandern an.
Um ca. halb 3 sind Peter, Joseph Ann-Ki und ich dann losgestapft.
Nach einiger Zeit haben wir dann auch einen sehr schönen Platz zum essen gefunden.
Dieses Mal haben wir viel Zeit mit sitzen und essen verbracht, denn als wir wieder in Tania ankamen sind gute 3 Stunden rum gewesen.
Abends haben wir uns dann zusammen die Bilder vom Tag angeguckt, was unser all Sonntägliches Programm werden sollte.

11.09.2010
Ann-Ki ist heute das erste Mal in eine andere Kirche nach Kiserian gegangen und Joseph hat sie von da abgeholt und anschließend sind die beiden noch auf den Markt gegangen.
Ich durfte leider nicht mit, ahnte aber schon das es was mit meinem Geburtstag am Montag zu tun haben könnte :-)
Also hatte ich genug Zeit meine Wäsche zu waschen, was echt lustig ist weil dauernd irgendwelche Kinder kommen und zugucken oder helfen wollen.
Danach hab ich dann noch unser Badezimmer sauber gemacht, was es auch dringend nötig hatte.
Am Abend haben wir dann mit Peter und Joseph Chapati gemacht, da wir am nächsten Tag mal wieder wandern wollten

09.09.2010
Heute haben wir in der Pause einen kleinen Hund gefunden, den wir dann gleich mal mitgenommen haben, weil uns erzählt wurde das er auf der Straße getötet wird.
Ann-Ki hat sie dann auf den Namen Lilly getauft.
Am 08.09.2010 ging die Schule los und unser Leben als Lehrer begann.
Der erste Tag in meiner Klasse war schon super anstrengend obwohl nur 4 von 7 Schülern da waren und ich noch mit einer anderen Lehrerin in der Klasse bin.
Doch da alle Kinder in meiner Klasse gehörlos sind, merken sie nicht, wie Laut die Geräusche sind,
die sie machen.
Außerdem konnte ich mich auch noch überhaupt nicht richtig mit ihnen verständigen da ich in Gebärdensprache noch nicht so gut bin.
Nach der Schule waren ich und Ann-Ki dann auch schon total müde.
Heute haben wir dann auch das erste Mal mit Moses, der hier für die Kühe verantwortlich ist, die Kühe in den Stall getrieben und natürlich auch gemolken ;-)
Das ist nicht so einfach wie es aussieht...
So endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Seit meinem letzten Blogeintrag ist ja doch etwas zeit vergangen, dass liegt aber erstens daran das wir eine Ewigkeit auf unseren Internetstick gewartet haben und zweitens uns dafür entschieden haben immer nur wochenweise unbegrenzt Internet zu haben.
Hier hat man einfach keine Lust so oft drinne am Pc zu sitzen weil man dann von dem Leben nichts mitbekommt und außerdem gibt es hier immer genug zu sehen,zu hören und zu tun :-)
Also ich versuch jetzt mal die letzten Wochen zu beschreiben...


05.09.2010
Heute ging es dann zum ersten und vielleicht für mich zum letzten Mal in die Kirche unseres Projektes....3 ½ Stunden.
Naja am Nachmittag hatten wir uns mit Joseph, der Mitte 20 ist und sich um den Opa und um die kleinsten kümmert und mit Peter einem gehörlosen Schüler etwa in unserem Alter zu einem Spaziergang verabredet.
Um halb 3 ging es dann los, Richtung Corner Baridi und noch weiter.
Irgendwann standen wir dann an einem Abgrund wo man wirklich einen atemberaubenden Ausblick genießen konnte.
Eigentlich wollten wir ein Camäleon fangen allerdings ist es zur Zeit noch zu trocken.
Nach einiger Zeit sind wir dann wieder in die andere Richtung gegangen diesmal aber ab durch den Busch.Nebenbei hab ich auch schon echt gut Gebärdensprache gelernt, die hier im Projekt eigentlich jeder kann.
Die ersten wilden Tiere haben wir dann auch zu Gesicht bekommen, einen Skorpion, eine Schlange und eine Anthilope .
Was man auch wissen muss, hier sind viele Berge und Täler und der Ort liegt auf ca. 2400 m, was die ganze Sache nicht weniger anstrengend macht.
Zusätzlich brannte an diesem Tag die Sonne echt ziemlich :-)
Als wir unser Haus dann endlich wieder sehen konnten, stellte sich raus das wir bereits 4 Stunden unterwegs waren.
Dies hat sich am Abend auch bemerkbar gemacht, ich hab geschlafen wie ein Stein.

Ab morgen geht dann auch endlich die Schule los und ich bin gespannt auf meine Schüler, die alle gehörlos sein werden....
Also bis zum nächsten Eintrag und Clemi du bist der Beste :-)
04.09.2010
Heutesind wir dann das erste mal auf einer kenianischen Hochzeit gewesen, was auf jeden Fall auch ein Erlebnis ist, denn hier läuft das etwas anders ab als in Deutschland.
Erstmal fährt man zum Haus der Braut und alle Frauen und einige Männer stimmen Gesänge an um die Frau aus einem Raum zu locken.
Nach einer Stunde kam sie auch endlich zum Vorschein in einem sehr pompösen Kleid.
Die Zeremonie ging dann auch schon so gleich weiter, bei unserem Bulli wurde das Dach aufgemacht, damit 3 junge Männer auch die Fahrt der Braut zur Kirche filmen konnten, die hinter uns im Auto saß.
An der Kirche angekommen hat dann die eigentlich Trauung stattgefunden, anschließend ging es zum Fotoshooting wo wir als Weiße natürlich nicht fehlen durften obwohl wir das Brautpaar gar nicht kannten.
Danach ging es zur Feier auf einer angrenzenden Wiese, auf der Zelte und Stühle aufgebaut waren.
Gegen 4 Uhr war die Feier dann zu ende.
Doch für mich kam dann erst der Höhepunkt.
Eine Frau wollte unbedingt ein Bild von ihrer Tochter und Anki, daher hat sie ihre Tochter einfach mal auf den ihren Schoß gesetzt.
Das Mädchen sah allerdings nicht besonders begeistert aus was sich auch so gleich auf Ankis Bein bemerkbar machte :-D das Kind hat ihr einfach mal aufs Bein gepinkelt...



So endlich mein erster Eintrag aus Kenia...
Nach einem tränenreichen Abschied am 28.8. ist schon allerhand passiert.
Das erste spannende Erlebnis war natürlich der Aufenthalt in Dubai (5 Stunden) und die sorge um meinen Koffer.
Den mein Koffer und der Koffer von Martina wurden schon in Düsseldorf vertauscht, allerdings hatten wir gedacht das das nicht so schlimm sein würde da wir eh zusammen fliegen.
Doch dann stellte sich heraus, dass sie einen Flug später hatte...
Naja ich habe dann erstmal ihren Koffer mitgenommen, als wir von unserem Mentor David abgeholt wurden.
Nach ca. 1 Stunde wurden wir dann auf unsere Nachtquartiere aufgeteilt.Für mich und Ann-Kathrin,
mit der ich für ein Jahr zusammenlebe, und 3 anderen Mädchen nach Ngong.
Ngong liegt auch etwas außerhalb von Nairobi und von dort sind es noch 15-20 Minuten nach Kiserian.
In Ngong sollten wir für 2 Nächte in einer Wohnung mit den anderen leben.
Die Wohnung war schon einmal gewöhnungsbedürftig ;-) die Klobrille war z.B. mit Panzerband zusammengeklebt.
Dann der erste Schock, David meinte zur Begrüßung sollen wir ein typisches Maasaigetränk bekommen....heiße Milch mit Blut.
Besonders ein Schock für Ann-Kathrin, da sie Vegetarierin ist.
Naja das war wohl das erste Mal das wir den kenianischen Humor kennengelernt haben aber bei weitem nicht das letzte Mal :-D
So nach dem Abendessen im benachbarten Haus mussten wir feststllen das die die Betten nicht sonderlich sauber waren, daher haben Anki und ich dann die ersten beiden Nächte in dem unteren Teil eines Doppelbettes geschlafen-sehr kuschelig.
Was noch dazu kam war, dass ich ja nur mein Handgepäck bei mir hatte, da mein Koffer ja vertauscht wurde.

Am Dienstag ging es dann endlich zu den Projekten :-)
Freude kam auf als wir aus der Stadt rausfuhren in die Berge, wo die Aussicht echt unbeschreiblich ist was ihr auch noch auf den Bildern sehen werdet.Wer aber einen empfindlichen Magen hat sollte lieber nicht nach Kenia fahren, da hier echt riesige Schlaglöcher in den Straßen sind, durch die durchgebrettert wird.
Der Ort an dem unser Projekt liegt heißt Corner Baridi, was auf kisuaheli kalte Ecke heißt. Und schon an dem ersten Morgen machte Ort seinem Namen alle Ehre.
In Tania angekommen wurden wir so gleich von unseren Gasteltern sehr herzlich empfangen...
In der Küche haben wir dann auch so gleich deren Tochter Rose, die Cousine Jacky und die Köchin Grace kennen gelernt.
Danach wurde uns erstmal das Anwesen gezeigt (2 Stunden), was echt beeindruckend ist, denn es ist riesig.
Ein riesiger Garten wo allerhand angepflanzt wird was echt praktisch ist.
Dann das Schulgrundstück das nochmal so groß ist und natürlich allerhand Nutztiere.
Unser zukünftiges Zimmer wurde an diesem Tag erstmal noch gebaut.
Aus einem großen Raum wurden 2 kleinere gemacht, wovon eins unseres sein sollte.
Natürlich haben wir auch schon gleich die ersten Kinder kennengelernt, allerdings sind bis zum 8.9. noch Ferien, daher sind nur ca. 30 von 165 Kinder im Projekt.

In den folgenden Tagen haben wir uns erstmal das Grundstück genau angeschaut und die ersten Freundschaften geschlossen und natürlich den Opa kennen gelernt mit dem ich auch schon den ein oder anderen Spaß hatte, weil er sich meinen Namen einfach nicht merken kann...