Vom 4.4-7.4. sind Ann-Kathrin und ich dann in den Westen Kenias gefahren. Es ging erst nach Kakamega und dann nach Kisumu.
Die Fahrt nach Kakamega verlief gut allerdings kamen wir durch unseren verspäteten Start erst gegen Mitternacht dort an, wo uns auch schon ein Bekannter von Ann-Kathrin erwartete.
Bei Bernhard und seiner Familie konnten wir für ein paar Tage übernachten und sehr herzlich aufgenommen, so dass wir uns sehr wohl fühlen konnten.
Am nächsten Morgen machten Ann-Ki und ich uns dann mit dem Motorrad auf den Weg in den Kakamegaforest. Wir waren eine gute Stunde mit unserem Fahrer Mikel unterwegs bis wir zu einem der beiden Eingänge des Waldes kamen…dort wie sollte es auch anders sein, wollte man natürlich übertrieben hohe Preise von uns. Naja wir haben aber nicht eingesehen dies zu zahlen und so willigte der zuständige Mittarbeiter ein, dass wir eine Kurzstrecke umsonst machen können.
Das gefiel uns natürlich also gingen wir drei mal los. Das Klima hat sich recht schnell geändert. So kamen wir bei unserem Rundweg nicht nur an einem Wasserfall vorbei, an kletternden Affen und riesen Bäumen, sondern wir kamen auch gut ins schwitzen ;-)
Auf dem Rückweg genossen wir die frische Luft und die schöne grüne Umgebung.
Besonders lustig ist im Westen, dass das Hauptvortbewegungsmittel das Fahrrad ist. Alles wir mit dem Fahrrad transportiert. So sieht man Bauern mit riesigen Heubüscheln genau wie Männer die die Bevölkerung von A nach B bringen.
Aber erstmal weiter zu dem Tagesprogramm. Nach einer kleinen Pause sind wir dann zu dem so genannten „Crying Stone“ gefahren. Dies ist ein großer Stein mit einem kleinen Stein obendrauf. Die Leute erzählen, dass von dem kleinen Stein immer Wasser getropft ist, so als wenn er weinen würde.
Zum Mittag fuhren wir mit Mikel, dieses mal aber alle auf dem Fahrrad, zu einem Fischrestaurant, wo wir uns erstmal stärkten. Am Abend stand auch schon die Verabschiedung von Bernhards Familie an, da es für uns am nächsten Tag schon nach Kisumu ging.
In Kisumu besuchten wir den Bruder von einem Gemeindemitglied aus Ann-Kathrins Kirche. Dieser erwartete uns auch schon sehnsüchtig und fuhr mit uns direkt in ein schönes Restaurant mit Blick auf den Viktoriasee. Dort gab es für uns drei eine Platte mit einem riesen Fisch und Gemüse und dazu Ugali. Es war wirklich sehr gut….:-)
Anschließend fuhren wir mit Hendrick zu einer Hafenführung . Den Viktotiasee konnte man allerdings nicht so gut sehen, da er voll mit angeschwämmten Wasserpflanzen war.
Nach dieser Tour besuchten ann-Ki und ich einen Markt in der Innenstadt, dieses Mal aber im Alleingang. Von dort sind wir dann eine gute halbe Stunde mit unseren Fahrradfahrern zu Hendrick nach Hause gefahren. Für alle die irgendwann mal im Westen sind, fahrt mit dem Fahrrad, das ist eine der lustigsten Dinge, die man dort machen kann J
Bei Hendrick angekommen lernten wir dann seine Familie kennen, die uns ebenfalls sehr freundlich aufgenommen hat. Hendricks Frau bemutterte und umsorgte uns die ganze Zeit, so dass es schon etwas zu viel des Guten war.
Am nächten Tag ist Hendrick dann den ganzen Tag mit uns rumgefahren um uns Kisumu zu zeigen. Erst haben wir eine Bootsfahrt auf dem Voktoriasee gemacht und somit den Hippo Point besichtigt. Mit dem Boot sind wir dann direkt durch die Nilpferde gefahren, die es im Viktoriasee sehr viel gibt. Anschließend fuhren wir zu dem Fischerdorf Dunga und das Musseum.
Am Abend entschieden wir uns dann mit dem Zug nach Hause zu fahren. Um halb 7 Uhr abends fuhren wir in Kisumu los und um halb 9 Uhr morgens kamen wir in Nairobi an.
Wir wagten es, trotz ein paar Bedenken von anderen Freiwilligen, mit der dritten Klasse zu fahren. Dies war auch eine sehr gute Entscheidung, denn die Menschen waren, nach anfänglicher Skepsis, sehr nett zu uns. Außerdem war die Nacht dadurch, dass so viele Leute mit der dritten Klasse fuhren, sehr spannend und es gab immer was zu sehen und zu beobachten.
Kurz bevor wir in Nairobi angekommen sind, sind wir mit dem Zug durch Kibera, dem größten Slum hier, durchgefahren, was für uns auch mal interessant war, da wir noch nicht dazu gekommen sind ihn zu besichtigen.
In der Stadt angekommen, haben wir uns schnell noch was zum Frühstück besorgt, bevor wir dann zum ausschlafen nach Hause fuhren, denn am Sonnatg waren wir dann schon wieder auf der Brautfreier von einer befreundeten Familie.