Sonntag, 1. Mai 2011




Vom 4.4-7.4. sind Ann-Kathrin und ich dann in den Westen Kenias gefahren. Es ging erst nach Kakamega und dann nach Kisumu.

Die Fahrt nach Kakamega verlief gut allerdings kamen wir durch unseren verspäteten Start erst gegen Mitternacht dort an, wo uns auch schon ein Bekannter von Ann-Kathrin erwartete.

Bei Bernhard und seiner Familie konnten wir für ein paar Tage übernachten und sehr herzlich aufgenommen, so dass wir uns sehr wohl fühlen konnten.

Am nächsten Morgen machten Ann-Ki und ich uns dann mit dem Motorrad auf den Weg in den Kakamegaforest. Wir waren eine gute Stunde mit unserem Fahrer Mikel unterwegs bis wir zu einem der beiden Eingänge des Waldes kamen…dort wie sollte es auch anders sein, wollte man natürlich übertrieben hohe Preise von uns. Naja wir haben aber nicht eingesehen dies zu zahlen und so willigte der zuständige Mittarbeiter ein, dass wir eine Kurzstrecke umsonst machen können.

Das gefiel uns natürlich also gingen wir drei mal los. Das Klima hat sich recht schnell geändert. So kamen wir bei unserem Rundweg nicht nur an einem Wasserfall vorbei, an kletternden Affen und riesen Bäumen, sondern wir kamen auch gut ins schwitzen ;-)

Auf dem Rückweg genossen wir die frische Luft und die schöne grüne Umgebung.

Besonders lustig ist im Westen, dass das Hauptvortbewegungsmittel das Fahrrad ist. Alles wir mit dem Fahrrad transportiert. So sieht man Bauern mit riesigen Heubüscheln genau wie Männer die die Bevölkerung von A nach B bringen.

Aber erstmal weiter zu dem Tagesprogramm. Nach einer kleinen Pause sind wir dann zu dem so genannten „Crying Stone“ gefahren. Dies ist ein großer Stein mit einem kleinen Stein obendrauf. Die Leute erzählen, dass von dem kleinen Stein immer Wasser getropft ist, so als wenn er weinen würde.

Zum Mittag fuhren wir mit Mikel, dieses mal aber alle auf dem Fahrrad, zu einem Fischrestaurant, wo wir uns erstmal stärkten. Am Abend stand auch schon die Verabschiedung von Bernhards Familie an, da es für uns am nächsten Tag schon nach Kisumu ging.

In Kisumu besuchten wir den Bruder von einem Gemeindemitglied aus Ann-Kathrins Kirche. Dieser erwartete uns auch schon sehnsüchtig und fuhr mit uns direkt in ein schönes Restaurant mit Blick auf den Viktoriasee. Dort gab es für uns drei eine Platte mit einem riesen Fisch und Gemüse und dazu Ugali. Es war wirklich sehr gut….:-)

Anschließend fuhren wir mit Hendrick zu einer Hafenführung . Den Viktotiasee konnte man allerdings nicht so gut sehen, da er voll mit angeschwämmten Wasserpflanzen war.

Nach dieser Tour besuchten ann-Ki und ich einen Markt in der Innenstadt, dieses Mal aber im Alleingang. Von dort sind wir dann eine gute halbe Stunde mit unseren Fahrradfahrern zu Hendrick nach Hause gefahren. Für alle die irgendwann mal im Westen sind, fahrt mit dem Fahrrad, das ist eine der lustigsten Dinge, die man dort machen kann J

Bei Hendrick angekommen lernten wir dann seine Familie kennen, die uns ebenfalls sehr freundlich aufgenommen hat. Hendricks Frau bemutterte und umsorgte uns die ganze Zeit, so dass es schon etwas zu viel des Guten war.

Am nächten Tag ist Hendrick dann den ganzen Tag mit uns rumgefahren um uns Kisumu zu zeigen. Erst haben wir eine Bootsfahrt auf dem Voktoriasee gemacht und somit den Hippo Point besichtigt. Mit dem Boot sind wir dann direkt durch die Nilpferde gefahren, die es im Viktoriasee sehr viel gibt. Anschließend fuhren wir zu dem Fischerdorf Dunga und das Musseum.

Am Abend entschieden wir uns dann mit dem Zug nach Hause zu fahren. Um halb 7 Uhr abends fuhren wir in Kisumu los und um halb 9 Uhr morgens kamen wir in Nairobi an.

Wir wagten es, trotz ein paar Bedenken von anderen Freiwilligen, mit der dritten Klasse zu fahren. Dies war auch eine sehr gute Entscheidung, denn die Menschen waren, nach anfänglicher Skepsis, sehr nett zu uns. Außerdem war die Nacht dadurch, dass so viele Leute mit der dritten Klasse fuhren, sehr spannend und es gab immer was zu sehen und zu beobachten.

Kurz bevor wir in Nairobi angekommen sind, sind wir mit dem Zug durch Kibera, dem größten Slum hier, durchgefahren, was für uns auch mal interessant war, da wir noch nicht dazu gekommen sind ihn zu besichtigen.

In der Stadt angekommen, haben wir uns schnell noch was zum Frühstück besorgt, bevor wir dann zum ausschlafen nach Hause fuhren, denn am Sonnatg waren wir dann schon wieder auf der Brautfreier von einer befreundeten Familie.



















Im März hatten wir endlich unser Zwischenseminar in Nairobi. Dort haben wir eine Woche für kenianische Verhältnisse recht luxuriös gewohnt. Es war schön sich mal mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Zusammen haben wir das SOS Kinderdorf in Nairobi besucht und die ein oder anderen Fragen und Probleme beseitigt.

Vom Seminar bin ich dann am 17.3. direkt zum Flughafen gefahren um Clemens abzuholen, der mich für 2 Wochen besuchen kam.

Das ganze war etwas stressig, da wir am gleichen Abend noch nach Mombasa aufbrechen wollten.

Also mit allen Sachen haben wir uns dann mit Joseph und Ann-Kathrin in Nairobi getroffen, um noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir für 8 Stunden im Bus sitzen würden.

Die Busfahrt ist aber eigentlich immer ganz schön, da man unteranderem durch einen Nationalpark fährt und mit Glück auch Elefanten sehen kann.

Am nächsten Morgen waren wir ziemlich früh in Mombasa und entschieden und dann ein TuckTuck zu nehmen. Das ist ein sehr beliebtes Vortbewegungsmittel an der Küste, da es schnell ist und jeden Stau umfahren kann.

Mit dem TuckTuck haben wir uns dann auf die Suche nach einem Hostel gemacht, das wir zuvor aus dem Internet rausgesucht haben…dies gestaltete sich aber dann doch nicht so einfach, so dass wir dann einfach das nächste Hotel nahmen, welches unseren Weg kreuzte.

In dem Hotel angekommen staunten wir nicht schlecht, denn es hatte sogar einen Pool und die Zimmer sahen auch sehr gut aus. Es war zwar nicht das günstigste, aber da wir müde und hungrig waren, gaben wir uns geschlagen und mieteten uns für 2 Nächte ein, bevor es zu dem nächsten Hotel ging, dass eine riesige Dachterrasse hatte, von der man einen schönen Ausblick über Mombasa hatte. Wir besichtigten in den vier Tagen Fort Jesus, die Altstadt von Mombasa, den alten Hafen und einige Strände. An einem der Strände haben wir uns ein Tretboot gemietet um mal etwas weiter rauszufahren. Dies war sehr lustig, denn Joseph ist gerade dabei schwimmen zu lernen und hatte aus diesem Grund einen Schwimmreifen….nur leider war die Strömung so stark, dass es immer abgetrieben wurde. So hatten wir anderen ein gutes Stück Arbeit ihn immer wieder zurück zu holen.

An Ann-Kathrins und Josephs letztem Abend waren wir dann indisch essen, welches es überall in Mombasa gibt. Das Essen sah sehr schön aus vielleicht auch schön scharf, war aber sehr lecker.

Anschließend haben Clemens und ich die beiden noch zum Bus gebracht bevor wir wieder in unser Hotel gefahren sind.

Am nächsten Tag haben wir aber beschlossen dieses mysteriöse Hostel zu suchen. Dieses Mal mit Erfolg. Unser Weg hat uns zwar nach Mtwapa verschlagen, was aber nicht weiter schlimm war. Denn der Weg hatte sich mehr als gelohnt, denn The Beach Africa war einfach wunderschön und dazu noch sehr günstig.

Ein riesen Pluspunkt war natürlich auch, dass die kleinen Hütten in denen man schläft direkt am Meer liegen.

Clemens und ich haben uns dann mal so richtig entspannt und am Strand gelegen und gut gegessen. An einem Tag haben wir uns dann noch für eine Schnorchel Tour entschieden, die super lustig war, da wir 3 lustige Mitfahrer hatten.

Unter Wasser hat man dann auch die ganze Vielfalt des indischen Ozeans gesehen, angefangen von Fischen aller Art bis hin zu Seesternen mit einem Durchmesser von 30 cm.

Nachdem wir dann wieder in Nairobi waren, haben wir erstmal einen Kälteschock bekommen und dann in Tania erstmal…gefühlte 20 °C kälter.

Nach einigen Tagen Erholung sind Clemens und ich nach Nairobi gefahren um uns dort alle Märkte und Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Am 4.4 ging es dann für Clemens zurück nach Botswana und für mich ging es auch direkt weiter ohne auch nur eine kleine Pause…denn immerhin muss ja der Reiseführer weiter abgearbeitet werden ;-)


































So seit langem melde ich mich mal wieder zurück um das Vergangene aufzuholen.

Also wie schon erwähnt war Lina ja für gute 2 Wochen später hier in Kenia. Was natürlich nebensächlich aber trotzdem super waren die Mitbringsel aus Deutschland ;-).

In der Zeit in der Lina hier war, haben wir zwar weiter gearbeitet aber versucht so viel zu unternehmen wie es nur geht, damit sie viele Seiten von Kenia kennen lernen kann. So besuchten wir den National Park in Nairobi, David Shadricks Elephant Baby Park, einige Märkte und eine Slum Schule in Nairobi. An einem Abend waren wir bei einer befreundeten Massai Familie zum Essen eingeladen was auch immer echt ein Erlebnis ist. Am Wochenende wurden Ann-Kathrin und Lina dann leider krank, beide hatten Malaria.So lagen die beiden erstmal ein paar Tage im Bett und ich war arbeiten. In der Zeit wo Lina da war, haben wir es auch endlich seit Langem geschafft die Schuluniform rauszugeben, was auch echt anstrengend war, denn jeder brauchte ja auch die passende Größe. Am 12.02 ging es für Lina dann auch zurück ins kalte Deutschland. Um 4:30Uhr brachten wir sie zum Flughafen , um anschließend direkt wieder nach Tania zu fahren da mal wieder ein Besuchertag anstand. Am Nachmittag stand dann zusätzlich noch eine Beerdigung von einem Nachbar an.

Die Beerdigungen sind hier doch schon sehr anders, denn niemand muss in schwarz kommen und der Verstorbene wird im eigenen Garten beigesetzt.

Wieder in der Schule bastelten Ann-Kathrin und ich mit unseren Kindern Drachen und ließen diese anschließend steigen, was mal eine schöne Abwechslung zu dem Schulalltag war.